Hagebutten

Gesunde Schönheit im eigenen Garten

Sie erinnern an Sommer, Sonne und Inselurlaub, die fein aromatisch duftenden Heckenrosen. Nach der Blütezeit im Herbst schmücken glänzend rote Hagebutten die Wildrosensträucher. Diese dienen nicht nur als wunderschöne Herbstdekoration, sondern sind obendrein auch sehr gesund. Wildrosen sind anspruchslos, zudem frosthart. Auch werden sie kaum von Krankheitserregern befallen. Grund genug, um mit Hagebutten seinen Garten zu bereichern.

Ein schöner Garten dank Hagebutten

Wer Hagebutten pflanzen will, sollte eine blühende Wildrosensorte wählen, beispielsweise die Rosa rugosa (Apfelrose, Kartoffelrose) oder die Rosa canina (Hundsrose). Diese bilden besonders große Früchte aus.

Die Pflanzung erfolgt im Herbst, wobei auf den richtigen Standort zu achten ist. Rosen lieben Sonne, jedoch keine heißen Plätze. Halbschattige Plätze werden noch toleriert, Schattenplätze dagegen nicht. Ein leichter Windhauch ist angenehm, Zugluft wiederum bekommt Rosen nicht. Auf einen Abstand zwischen den Pflanzen ist zu achten.

Rosen mögen weder trockene noch staunasse Böden. Ein ausgeglichener Feuchtigkeitshaushalt, bei der Bodennährstoffe gut aufgenommen werden können, ist daher genau richtig. Als Böden eignen sich tiefgründig aufgelockerte Rosenböden, da Rosenwurzeln weit ins Erdreich hineinreichen. Zu saure oder stickstoffhaltige Böden sind zu vermeiden. Um Pilzbefall vorzubeugen und für einen reichen Ertrag an Hagebutten, müssen die Sträucher regelmäßig geschnitten und zeitweise gedüngt werden.

Zur Erntezeit im Herbst dürfen die verblühten Blütenköpfe nicht vom Strauch abgeschnitten werden. Haben diese ihre leuchtend rote Farbe ausgebildet und lassen sich leicht vom Strauch lösen, können sie von Ende September/Anfang Oktober bis in den Winter hinein gepflückt werden. Geerntet wird an trockenen Tagen, damit die Hagebutten nicht verderben. Nach der Ernte sollten die Früchte schnell verarbeitet oder getrocknet werden.

Gesundheit aus dem hauseigenen Garten

Hagebutten im Garten anzubauen, bedeutet obendrein, eine kleine Hausapotheke direkt vor der Tür zu haben. Denn die Früchte stecken voller gesunder Nährstoffe.
Aufgrund seiner enthaltenen Vitamine, Pflanzensäuren und Gerbstoffe lässt sich aus den getrockneten Hagebuttenschalen ein Aufguss herstellen, der harntreibend und leicht abführend wirkt. Dies wirkt sich positiv bei Harnwegserkrankungen, Harnsteinen, Blasen oder Nierenerkrankungen aus.

Hagebuttenmus bzw. –tee wird eine austreibende Wirkung nachgesagt und kann als Hausmittel bei Gicht oder rheumatischen Beschwerden angewandt werden. Hagebuttentees beugen ferner Erkältungskrankheiten vor, senken das Fieber und leiten durch die Flüssigkeitsaufnahme Erreger und Viren aus dem Körper aus. Das Immunsystem wird gestärkt.

Kindern, die „keinen Hunger“ haben, verabreicht man Hagebuttentee, um ihren Appetit anzuregen. Auch beruhigen die enthaltenen B-Vitamine die Nerven und wirken sich stressreduzierend auf den Organismus aus. Selbst in der Hautpflege wird auf Hagebuttenöl zurückgegriffen, um den Feuchtigkeitsverlust der Haut auszugleichen und Akne abzumildern. Unterstützt durch Hagebuttentee werden zusätzlich Giftstoffe aus dem Körper ausgeschwemmt. Zudem hilft lauwarmer Hagebuttentee als Mundspülung gegen Zahnfleischbluten und vorbeugend gegen Parodontose.

Nicht zuletzt haben dänische Forscher herausgefunden, dass Hagebuttenpulver gegen Arthrose hilft und zur Linderung der damit verbundenen Gelenkschmerzen eingesetzt werden kann. Wildrosensträucher mit Hagebutten sind damit nicht nur eine schöne Zierde für den Garten, sondern sorgen bei guter Pflege in jedem Jahr für leckere Früchte, die die Gesundheit erhalten und Krankheiten vorbeugen.